Dieses Jahr stand das Zeltlager unter dem Motto ‚mutig und gerecht – unterwegs mit Robin Hood‘.
Die Kinder wurden am Donnerstagnachmittag von vielen Mitarbeiter*innen und dem Zeltlager – Chef – dem Sheriff von Nottingham begrüßt. Er erklärte die Regeln für sein Gebiet – doch war er auch gerecht?
Wer den Sheriff nicht erkannte, verstand spätestens beim ersten Anspiel in welcher Geschichte wir uns befanden: hier lernten wir Robin Hood und seine Freunde little John und Bruder Tack kennen. Die drei sind Rebellen und kämpfen für die Gerechtigkeit und Freiheit der armen Bürger. Die Bürger leiden nämlich unter dem Sheriff, der viele unrechtmäßige Steuern für die Prinzessin eintreibt. Da gibt es eine Motzsteuer, eine Bartsteuer und sogar eine Kopfsteuer. In der Vertiefung erkennen die Kinder viele Parallelen zwischen
Zachäus, dem Zöllner und dem Sheriff.
Nachdem das Zeltlager letztes Jahr passend zur Kreuzfahrt eher nass war, hatten wir dieses Jahr wie der Sheriff und die Prinzessin mit Robin Hoods Feuerpfeilen (bei uns in der Gestalt von Hitze und sehr viel Sonne) zu kämpfen. Das tat der guten Laune jedoch keinen Abbruch.
Der erste Tag verging mit Anreise, ersten Zeltplatzerkundungen und einer Nachtwanderung wie im Flug. Nach einer mehr oder weniger schlafreichen Nacht gab es am Freitagvormittag zahlreiche Workshops bei denen die Kinder kreativ (T-shirts oder Gläser bemalen, Armbänder basteln…) oder sportlich (Tanzen, American Sports..) werden konnten oder einfach neue Dinge wie eine VR- Brille oder einen Escape-Room ausprobieren durften.
Die Wasserspiele danach kamen bei der Hitze sehr gelegen – der Pool, die Wasserrutsche und das Schaumzelt sorgten hierbei für eine angenehme Erfrischung.
Robin Hood und seine Freunde schmiedeten derweil einen Plan: da sie die vielen Steuern unfair finden, wollen sie die Kutsche mit dem Gold, welches von den Dorfbewohnern eingetrieben wurde, überfallen.
Der Plan gelingt, was die Prinzessin natürlich wütend macht. Robin Hood wird daraufhin verhaftet und in der Burg gefangen genommen. Seine Freunde schafften es jedoch mit ein paar Tricks ihn schließlich wieder zu befreien.
Nach dem Abendessen ging es für die älteren Teilnehmer*innen und ihre Zeltmitarbeiter*innen bepackt mit Isomatten und Schlafsäcken auf Außenübernachtung. Leider musste diese später wetterbedingt abgebrochen werden – es hatten jedoch alle Spaß und die Stimmung war sehr ausgelassen. Am Samstag konnten vormittags die Workshops ausprobiert werden, zu denen es die Kinder am Freitag nicht geschafft haben. Robin Hood und seine Freunde überlegten währenddessen, wie sie wieder an das Gold vom König kommen könnten – das musste Robin Hood bei der Befreiung nämlich zurücklassen. Bruder Tack unterstützte die Truppe, indem er die Mutmach – Geschichte von David und Goliath aus der Bibel erzählte.
Später machten wir uns als ‘Robin Hoods’ und ‘Sheriffs’ auf in den Wald von Nottingham. Hier galt es als Gruppe verschiedene Stationen und Herausforderungen wie Hindernisparkours, Tik-Tak-Toe – und Tanzduelle oder Quizfragen zu meistern. Wer danach noch Ausdauer hatte konnte sich auf dem Fußball- oder Spielplatz austoben.
Durch einen schlauen Plan belagern Robin Hood und seine Freunde schließlich die Burg und schaffen es den Sheriff und die Prinzessin ins Gefängnis zu werfen. Die Bürger*innen sind von den vielen Steuern befreit und feierten ein großes Fest- das Stadtfest von Nottingham. Es gab Cocktails, leckere Snacks, eine Party im Zelt, Glücksspiele, den Escaperoom und vieles mehr.
Der Abend wurde gekrönt von einem Zeltlager- Foto- Rückblick im Atrium. Danach nutzen einige Teilnehmer*innen den Abend für ein paar ‚Werwolf‘ Runden. Eine Gruppe aus älteren Teilnehmer*innen und Mitarbeiter*innen ließ den letzten Abend noch mit Blackstory- Geschichten an der Feuerstelle
gemütlich ausklingen.
Nach einer letzten Nacht im Schlafsack war es am Sonntag nach dem Frühstück auch schon wieder Zeit für unseren Abschlussgottesdienst. Hier begegneten wir auch endlich König Richard – er ist entsetzt seine Tochter und den Sheriff im Gefängnis vorzufinden. Durch eine Geschichte von Bruder Tack – die Geschichte vom Kamel und dem Nadelöhr- wird der König sehr nachdenklich und erkennt das Unrecht gegenüber seinen Bürgern. Daraufhin verteilt er ein Teil seines Goldes an das Volk (die Kinder.)
Danach wurden auch schon die Koffer gepackt, der Zeltplatz aufgeräumt und nach dem letzten gemeinsamen Essen – traditionell Schnitzel mit Pommes – warteten auch schon die Busse um alle Kinder wieder nach Unterhausen zu bringen.
Für die Mitarbeiter*innen stand dann noch ein heißer Abbau- und Aufräumtag an, den wir ab 20.30 Uhr noch gemeinsam ausklingen ließen.
Wir danken euch allen für das tolle Zeltlager und freuen uns schon auf das nächste Jahr!




